Neuseeland Report No. 2
 
Nachdem ich Samstag erstmal ausgeschlafen hatte frühstückte ich und ging danach mal die 20m runter zum Wasser um das türkise Wasser zur genießen. Es war sogar ein bisschen windig und weiter draußen fand eine RS:X Regatter statt. Leider war mein Surfmaterial immer noch nicht da so das ich mich anderweitig beschäftigen musste. Nachdem wir ein bisschen Streetball auf der auffahrt gespielt hatten fuhr ich mit meinem Gastbruder und meinem Gastvater zu einem anderen Strand und wir gingen 30 minuten in den cleanen und doch relativ großen wellen baden. Der Tag ging relativ schnell und am Abend fand dann ein für Neuseeland typisches Barbaque.

 

   

Nachdem ich dann auch ca. 10 mal beim Airport angerufen hatte sagten sie, dass mein Material entweder noch am Abend oder am nächsten Morgen kommen wird. Aber natürlich kam es nicht mehr am Abend und auch am nächsten Morgen nicht. Nach nochmaligem andrufen sicherten sie mir 13 Uhr zu. Ich ging dann erstmal mit dem anderen deutschen Austauschschüler runter ans Wasser wo geragde flut war und so die Wellen gegen die Steilküste schlugen und ein wahnsinns Spray produzierten. Dies brachte mich auf die Idee mal das Ewa-Marine Unterwassergehäuse für meine Kamera zu testen. Es funktionierte perfekt und so entstanden ein paar coole Bilder.

   

 

Als ich um 13:30 nach dem "Lunch" dann den Airport anrief um zu erfahren warum mein Surfstuff immer noch nicht da ist sagten sie mir, dass sie kein Wagen bekommen haben, der groß genug ist. Und so sollte es diesmal am Nachmittag kommen, was für mich schlecht war, da der wind immer mehr zunahm und ich endlich Surfen wollte. Kurz darauf kam dann mein eigentlicher Gastbruder Thomas vorbei, der bis dahin noch in Südafrika war, sodass ich erstmal bei einer anderen Familie untergekommen bin. Das lustige war, dass auch sein Surfmaterial nicht angekommen war, der einzige Unterschied war, dass sie ihm noch nicht mal sagen konnten wo es sich befindet! Dadurch wusste ich meine Situation schonmal mehr zu schätzen. Da der Wind immer besser wurde organisierte Thomas von dem Tabou importeur ein Board und wir nahmen sein 5,8er Gaastra, welches er nicht mit in Südafrika hatte und gingen abwechselnd in einer art Lagune in Boardshorts freestylen! Somit lernte ich den ersten sehr guten Freestyle Spot kennen.

Abends gab es dann nochmal ein leckeres Barbaque und ich zog in mein "richtiges" Zuhause für die nächsten 6 Monate ein. Auch in diesem habe ich ein großes Zimmer und das Haus liegt genau wie das andere sehr nahm am Strand.Leider hatte ich mir irgendwie eine Erkältung eingefangen, sodass ich ein wenig müde und angestrengt war. Am Montag hab ich erstmal meinen Koffer ausgepackt, den ich wohl niewieder zubkomm ;-) und danach haben wir meinen Material startklar gemacht und auf Wind gewartet. In Auckland ist es immer ein bisschen komisch, denn sie haben wie Sonntag auch 12 Knoten angesagt, was nicht zum Gleiten reichen würde und doch hat es Sonntag gereicht. So sollte es auch heute sein und wir fuhren um 14 Uhr zu einem neuen Spot los. Als wir dort ankamen sah es zuerst sehr schlecht aus aber wir riggten schonmal die 5,8er bzw ich machte mein 5,9er S-1 auf. Am Anfang war es etwas böig, so war es etwas schwer mit dem 5,9er Spocks zu springen. Doch der Windgott war auch an diesem Tag mit uns und so war das 5,9er bald fast zu groß. Leider war ich zu faul umzuriggen, denn es hätte sich aufjedenfall gelohnt. Der sollte eigentlich Bump and Jump Bedingungen bieten, es war jedoch eher kabbelig. Als ich gegen 18 Uhr dann rausgehen wollte fiel ich ein bisschen ungünstig vom Board und landetete genau auf einem spitzen Stein mit Muscheln, wodurch ich mir gleich Schnitte an beiden Füßen zuzog. Doch es hat sich aufjedenfall gelohnt.

Bis zum nächsten Report (mit mehr Surfpix) soon!

Text: Leif Bischoff
 
 
©Leif Bischoff