Neuseeland Report No. 6
 

Erstmal sorry für die doch lange "Report-Pause", aber ich hatte in der letzten Zeit relativ viel zu tun. Ich war viel windsurfen, hab an anderen Presse-Projekten gearbeitet und war ein bisschen krank. Wie auch immer jetzt hab ich mal wieder Zeit gefunden einen neuen Report online zustellen. Da der letzte Report ein paar mehr Tage her ist, werde ich nicht jeden einzelnen Tag revu passieren lassen, sondern zusammenfassen, was so passiert ist ;-)


   

Am folgenden Freitag (15.02.08) hatte ich eine super geile Freestyle Session in Shoalbay. Es war ideal fürs 4,7er und 5,3er Segel, was das Freestylen im flachen Wasser hinter der Sandbank perfekt machte. Uns gelangen auch wieder ein paar gute Fotos mit dem Unterwassercase. Die anderen beiden, Thomas und Jebbe hörten auf, als es durch die Ebbe wirklich sehr flach wurde und nur noch die Kiter in der Lagune unterwegs waren. Ich surfte weiter, da wenn ich im gleiten war, es grade tief genug war. Jedoch wenn ich kurz nicht im gleiten war berührte die Finne den Boden. Mir gelangen an dem Tag sehr viele Moves und so ging ich ziemlich stoked abends pennen.

Samstag bauten wir ein bisschen an der Windsurframpe weiter, die hoffentlich bis zum Freestyle-Contest nächstes Wochenende fertig ist. Abends ging ich mit ein paar Freunden auf ein Jazzfestival um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Wir hatten ziemlich viel Spaß und am Sonntag hatte ich dann auch nochmal eine ziemlich gute Geburtstags Windsurf Session, was den B-day noch besser machte. Am Abend war ich ziemlich müde, da ich 2 Tage mit Party und Windsurfen hatte. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Wochenende.

   

Die Rampe

Die nächsten Tage hatte ich immer wieder kleinere Freestyle Sessions bei zum Teil schlechten Fotowetter...Am Dienstag der nächsten Woche stand ich um 4:50 morgens auf um mal ne Runde Waterpolo (Wasserball = Handball im Wasser) zu spielen. Das war extrem anstrengend, da man so ziemlich 2 Stunden lang im Wasser rum geschwommen ist, zudem noch ziemlich schnell sein musste und andauernd unterwasser gedrückt wurde. Die folgenden Tage hab ich mir dann ne Erkältung eingefangen. Jedoch ignorierte ich diese, als sich für Freitag und Samstag ein Nord-Ost Sturm ankündigte. Freitag ging es dann direkt vor der Mittagspause los nach Takapuna, wo uns hammer Bedingungen begegneten. Es ballerte Cross-On-Onshore und es war ein schöner Swell zum jumpen. Ich riggte das 4,0er auf und machte meinen 75 Evo start klar. Anfangs war die Kombination perfekt, doch da der Wind später noch etwas zunahm war ich dann doch gut am fliegen. Nach ein paar geilen Jumps, Backsiteritten und Waschgängen beendeten wir in der Dämmerung eine geile Windsurfsession. Ein Freund hat ein paar gute Fotos gemacht, allerdings hab ich diese noch nicht auf meinem Laptop, aber ich werde sie Nachreichen.

Samstag standen wir früh morgens auf, da wir die Cousine von meinem Gastvater in Tauranga besuchen wollten. Die haben ein sehr großes Haus mit blick aufs Meer, beheitztem Pool und allem was dazu gehört. Thomas und ich haben unsere kleinen Boards und Segel mitgenommen, da auch heute noch gut Wind angesagt war. (Wie so oft fallen die Familienausflüge auf die Tage mit Wind) Wir fuhren ein bisschen durch die Gegend, fanden aber keinen richtig guten Spot. Nach einiger Zeit fanden wir dann einen "kabbel-Spot" mit gut Wind. Dort Freestyleten wir ein bisschen, es war allerdings nicht wirklich gut, weil es viel zu kabbelig war. Aber besser als gar nicht zu Surfen ;-)

Sonntag gingen wir in Tauranga ins Kino und guckten uns "The Bucket List" an. Der Film war ganz fett und ich hab auch so gut wie alles verstanden. Danach machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Heimat. Die Straße führt durch Gebirge und an Flüssen entlang, alles ist komplett grün und erinnert leicht an Urwald. Wir stoppten an einer Stelle am Fluss und gingen mal eine Stunden wandern. Wir liefen durch alte Tunnel, die früher dem Minenbau dienten und über Hängebrücken. Es war recht interessant und eine gute gelegenheit sich mal die füße zu vertreten. Abends guckte ich mir noch mit ein paar Leute ein Waterpolo Spiel an und ging dann gut müde ratzen.

Die kommende Woche begann dann leider nicht so gut. Montag ging mein 5,9 S-1 kaputt und Dienstag hat mich ne Biene oder irgendwie sowas in den linken Mittelfinger gestochen. Die Krankenschwestern vom "Health Center", waren sehr besorgt und haben mich mit Pillen vollgestopft und meinen Finger einbalsamiert. ;-) Ne es war nicht ganz so aber fast :D Aufjedenfall war ich ziemlich angepissed und machte am Dienstag Nachmittag nicht viel. Meine ganze linke Hand schwoll ziemlich an, was meine Laune nicht grade verbesserte. Zum Glück war der Wind an den beiden Tagen nicht wirklich gut. Für Donnerstag war ein guter Swell für die Westküste vorhergesagt und so fuhr ich mit nem Freund spät Nachmittags los zur Westküste. Es war ein Traum. Der Sand an der Westküste ist komplett Schwarz. Rechts und links vom Strand sind hohe Klippen, auf denen zum Teil sogar Kühe waren. Im Hintergrund ist alles grün. Leider waren die Bedingungen doch nicht so gut wie gehofft. Wir paddelten durchs Weißwasser raus, da es allerdings die falsche Zeit war (Ebbe) war es nicht gut zum Surfen. Nach nur sehr sehr kurzer Zeit sind wir hunderte Meter abgetrieben und mussten zusehen, dass wir vor den Klippen wieder an Land kamen. Ich erwischte eine mega Weißwasserwalze, die mich direkt zum Strand brachte. Wir gingen dann am Strand dahin zurück, wo wir gestartet waren. Die Sonne ging ganz langsam direkt überm Wasser unter und wir Surften noch bis in die Dunkelheit hinein. Der Sonnenuntergang war der wahnsinn. (Siehe Fotos) Spät abends ging ich dann super happy pennen.

Sunset an der Westküste...

Freitag in der Schule gab es wieder einmal ne Auseinandersetztung mit der Franz-tuse, wie immer machte sie mega Stress wegen nichts. So kam es das sie mich und nen anderen Freund gleich zu beginn erstmal rausschmiss...Nach der Schule, konnte ich mich nicht entscheiden ob ich nach Takapuna zum Windsurfen fahren soll, da der Wind nicht so super war und ich nur mein 5,3er Segel hatte. Ich entschied mich jedoch einfach hinzufahren und zu gucken. Tatsächlich wurde es gegen 17:30 dann gut windig und das 5,3er war perfekt. Zu meiner Freude klappt der Spock jetzt auf meiner guten Seite sicher. Und so kann ich mich noch mehr auf andere Moves konzentrieren. An dem Tag hat leider keiner Fotos gemacht. Wir surften bis es Dunkel wurde und hatten ziemlich viel Spaß. Mein Finger war auch wieder sogut wie auf die normale größe geschrumpft. Am Abend war ich noch auf einer Party vom Freund, die ich aber auch gegen 1:30 verließ, da am kommenden Tag Wind sein sollte und ich ziemlich müde war.

Samstag konnte ich dann endlich mal ein bisschen länger schlafen und fuhr um 10:30 nach Taka zum Windsurfen. Es war wieder super fürs 5,3er und nach 2 Stunden Windsurfen bei Ebbe (bei Ebbe ist es am besten) konnten wir uns heute den Luxus erlauben eine große Lunchpause einzulegen und Burger fretzen zu gehn, da der Wind bleiben sollte. Nach 2-3 Stunden Pause gingen wir wieder aufs Wasser und passten so fast wieder genau die Ebbe ab. Zwar war es noch nicht komplett Ebbe, aber das Wasser ging schon raus, was auch gut ist. Wir konnten sogar endlich mal wieder ein paar ganz geile Fotos machen.

Heute am Sonntag ist es bedeckt und zudem auch kein Wind, deshalb werde ich die Zeit nutzen um ein paar Briefe und Berichte fertig zu machen.

Soo long,

bis zum nächste Report,

Leif

Text: Leif Bischoff
 
 
©Leif Bischoff