Neuseeland Report No. 9
 

Am folgenden Mittwoch war ein bisschen Wind und so gingen wir zum See, wo ich ein paar anderen Leute Surfunterricht gab. Es war relativ lustig und abends ging ich noch mit nem Freund und 2 Freundinnen ins Kino. Donnerstag musste ich dann auch schon anfangen für das Taranaki Wochenende zu packen, weil wir am Freitag morgen schon um 4 Uhr morgens abhauen wollten um rechtzeitig zum Briefing um 9:20 da zusein. Das schafften wir dann auch und so bekamen alle das Eventshirt und bestätigten, dass sie da sind. Daraufhin fuhren wir alle nach Kina Rd um den Wind und den Swell auszuchecken. Der Swell war ganz ok, aber der Wind war sehr schwach und zudem von für mich der schlechten Seite. Folglich warteten wir erstmal ab und relaxten in der Sonne. Wenig später nahm der Wind dann auf ca. 7 Knoten zu und so entschlossen wir uns mit den Freestylern und nem 5,3er Segel rauszudümpeln um dann im Break ein paar Wellen zu Reiten. Es war ziemlich lustig und es war besser als ich dachte. Nach ein paar Stunden gingen wir dann wieder zurück, wobei es inszwischen "Ebbe" war und uns somit ein schöner Marsch über tausende von großen und kleinen Felsen bevor. Abends guckten wir ne DVD und gingen in der Hoffnung auf ein bisschen Wind am nächsten Morgen pennen.

 

Auf dem Weg zum Longboarden

   

Samstag trafen wir uns alle wieder am Spot, jedoch sah es noch weniger aus als am Tag zuvor. Wenigstens hatte der Wind schon mal auf die für mich gute Seite auf SE gedreht. Wir grillten ein wenig und warteten noch ein bisschen, bevor wir für den Tag aufgaben. Am Nachmittag kam dann langsam ein schöner Swell und so entschieden wir uns ne Runde Surfen zu gehn. Der Carbonat-Boardshaper leihte mir eins seiner Customboards (danke nochmal) und so konnte es losgehen. Wir surften bis in den Sonnenuntergang und hatten dann noch ein schönes Bierschen am Strand. Ein doch noch sehr cooler Tag. Der Swell nahm immer mehr zu und sollte Sonntag eine sehr gute größe erreicht haben.

   

Thomas auf einer guten Welle in seinem Heat

Sonntag morgen standen wir relativ früh auf, da schon um 9 Uhr Skippersmeeting war. Nach dem Skippersmeeting fuhren wir wieder zum gleichen Spot, an dem wir auch schon die letzten Tage waren. Der Wind kam wie am Vortag aus SE war allerdings ein wenig stärker. Gegen 2 Uhr entschieden sich die Veranstalter dann die ersten Heats in ca. 10 Knoten Wind und teilweise 1 1/2 Masthohen Wellen zu starten. Ich war recht froh, dass ich im 8. und somit letzten Heat war. Das Level war relativ hoch, so waren in meinem Heat ein 25 Jähriger, der für 3 Jahre in Hawaii gelebt hat und zwei andere ziemlich gute. Aus jedem Heat kommen 2 von 4 Leuten weiter. Es gab zwei möglichkeiten rauszukommen, entweder man stieg ein bisschen in Luv vom großen Break ein, wo jedoch die Chance das man rauskommt deutlich kleiner, als wenn man in Lee versuch rauszugehn. Zudem musste man zu dem "Luv-Channel" relativ weit über Felsen stratzen, wo ich nicht so richtig bog drauf hatte. Deswegen entschied ich mich für den "Lee-Einstieg". Nach dem ich 3mal wieder auf die Steine Gewaschen wurde, schaffte ich es dann endlich raus und musst jetzt nur noch zum großen Break rauskreuzen. Allerdings dauerte dies durch das 75 Lieter Board und das 5,3er S-1 in ca. 13 Knoten Wind deutlich länger als gedacht. So startet mein 10 min Heat bevor ich den "Main-Break" erreicht hatte. Das bedeutete, dass ich nur 2 kleinere Wellenritte hatte. Die anderen 3 in meinem Heat waren schlauer und schafften es zu den großen Wellen und so schafften es der Hawaii-guy und n anderer in die nächste Runde. Ich war ein bisschen pissd, weil ich vielleicht eine Chance gehabt hätte wenn ich ein wenig früher rausgegangen wär. Ich blieb noch ein wenig aufm Wasser um ein paar Wellen abzureiten wenn ich schon mal draußen bin. Wenn man auf einer Welle war hatte man genug Power um sie gut abzureiten, wobei es nervig war mit dem kleinen Board wieder rauszudümpln. Nach ca. einer Stunde ging ich raus, was wiederum nervig war, da es inszwischen "Lowtight" war und einem dadurch wieder ein sehr langer marsch über Felsen bevorstand. Thomas schaffte es eine Runde weiter und Surfte wirklich gut in diesen doch schweren und bei weitem nicht perfekten Bedingungen. Jedoch scheiterte er knapp in der nächsten Runde gegen einen sehr guten Local. Die Organisatoren entschieden sich wegen dem immer weniger werdenen Wind das Semi-Final zu überspringen und das Finale mit 8 Fahrern für 30 Minuten zu starten. Der meiner Ansicht nach mit beste Local, wurde nach einem mega langem Ride ziemlich hart auf die Felsen gewaschen, versuchte noch einmal rauszukommen, was ihm aber nicht gelang und ging dann leicht gepisst nach ca. 10min an Land und gab auf. So waren die Locals dann den hinteren Plätzen und einer aus Wellington, der wirklich sehr gut fuhr. Es war insgesamt ein sehr Cooles Event, das mit ein bisschen mehr Wind noch deutlich besser gewesen wäre.

Nach dem 4. Versuch endlich rausgekommen.

Am Montag war weder Wind noch sehr guter Swell, sodass wir um 10 Uhr abhauten. Auf dem Rückweg hielten wir noch an den "Glowworm Caves" an, die man für 40$ besichtigen konnte, was wir dann auch taten. Diese Kalksteinhöhlen waren wirklich beeindruckend groß und die fahrt im Boot durch die komplett dunklen Höhlen, deren Decke mit tausenden von Glühwürmern überseht war, hat auch geshockt. Am Abend ging ich noch zu einer Party,

Auf einer kleinen Welle in meinem Heat

Dienstag stand ich auch schon wieder früh auf, weil der Wind relativ vielversprechend aussah. Wir fuhren hoch nach Orewa wo es komplett Onshore war. Wenigstens war es genug fürs 5,3er. Nach ca. 2 1/2 Stunden hatten wir aber auch genug vom Onshore-Wind und fuhren zurück nach Takapuna, wo wir bessere Freestylebedingungen erwarteten. Leider war der Wind dort anfangs nicht ganz sogut. Zum Glück nahm er am späten Nachmittag wieder zu und so hatten wir eine schöne Freestylesession. Mittwoch war die ganze Zeit über als ich in der Schule hockte Wind und genau als ich aufriggen wollte war kaum noch was -.-Deshalb fuhren wir zum See und hingen dort ein bisschen rum. Am Donnerstag war ich wieder früher unterwegs und fuhr hoch nach Orewa zum Windsurfen und Windskaten. Es war nicht ganz so viel und wieder Onshore, allerdings hatten wir eine Sau geile Windskate Session am Strand. Zudem entdeckten wir eine Art kleine Lagune, die demnächst mal ausgecheckt wird.

Grillen und Siegerehrung

Eigentlich wollten wir die Lagune dann Freitag testen, jedoch konnte mein Fahrer Mario dann nicht und so fuhr ich "nur" nach Takapuna. Es war n ganz geiler Tag, wobei ich mir vorm Surfen irgendwie die Schulter verrenkt hab...naja. Freitag Abend war ich noch mit Freunden unterwegs. Samstag chillte ich, nachdem ich ausgeschlafen hatte und ging wenig später ein bisschen Sport machen. Am frühen Abend ging ich zum Rugby. Es war ganz lustig und das erste Spiel was ich live gesehn hab. Nachm Rugby gings noch leicht verspätet auf ne Party. Heute (Sonntag) ging ich nach einem ausgibiegem Frühstück an Strand um mit kollegen ne Runde Beachsoccer zu spielen.Viel mehr passierte Heute aber auch nciht.

 

Text: Leif Bischoff
 
 
©Leif Bischoff